Bewerbungsgespräche: Studie zeigt, warum Physiotherapeuten Ihr Job-Angebot nicht annehmen! - Coactiv Consulting
coactiv-Mitarbeiterführung: Meine Top 10 Führungstipps
5. April 2018

Der Fachkräftemangel in der Physiotherapie erhöht die Möglichkeiten für Physiotherapeuten, eine neue Stelle zu bekommen, erheblich. Die Online-Jobplattform Stepstone hat in Ihrer Studie “Kandidaten im Fokus” herausgefunden, warum Bewerber einem Unternehmen eine Jobabsage geben.

Viele Gründe für einen Jobwechsel

Die Gründe, weswegen Physiotherapeuten ihre Stelle wechseln wollen, sind vielfältig. Wichtige Gründe sind oftmals Unzufriedenheit mit der aktuellen Arbeitsstelle aus verschiedenen Gründen, ein Ortswechsel oder ein zu geringes Gehalt. Manchmal geht es aber auch einfach nur darum, mal eine Abwechslung zu erleben und neue Eindrücke bei einem anderen Arbeitgeber zu bekommen.

Stepstone-Studie zeigt eindeutige Gründe für eine Absage!

Die meisten Praxisinhaber sind in der aktuellen Lage schon glücklich, wenn auf eine Stellenanzeige überhaupt jemand reagiert. Wenn es dann so weit ist, geschieht es immer öfter, dass die Bewerberin oder der Bewerber das Stellenangebot nicht annimmt und sich für eine andere Praxis entscheidet. Viele selbständige Physiotherapeuten sind dann ratlos und können sich nicht erklären, warum es mit der neuen Mitarbeiterin oder dem neuen Mitarbeiter nicht geklappt hat. Die Online-Jobplattform Stepstone hat nun in einer Studie 20.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland befragt, was die Gründe sind, wenn sie ein Jobangebot nicht annehmen.

Ihr Eindruck auf den Bewerber zählt

Das größte Problem scheint dabei die oder der künftige Vorgesetzte zu sein. Ganze 72% der Befragten geben an, dass sie dann ein Stellenangebot ausschlagen, wenn der künftige Vorgesetzte beim Vorstellungsgespräch einen schlechten Eindruck auf sie macht. Mit fast der gleichen Prozentzahl (71%) spielt die Gehaltserwartung eine wichtige Rolle, wenn diese nicht erfüllt wird.

Infografik: Warum Fachkräfte

 Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Was bedeuten die Ergebnisse der Stepstone-Studie für Sie als Praxisinhaber?

Für viele Praxisinhaber ist das vielleicht eine Überraschung! Aber es geht im Bewerbungsgespräch zu einem ganz großen Teil darum, dass Sie als Persönlichkeit beim Bewerber ankommen. Dazu gehören nicht nur das persönliche Verhalten sondern auch das Setting des Bewerbungsgespräches und das Erscheinungsbild der Praxis. Insofern hat sich das Bewerbungsverfahren auf den Kopf gestellt: Sie bewerben sich um einen Mitarbeiter! Je mehr Sie sich dass bewusst machen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie das Bewerbungsverfahren so gestalten, dass die Bewerberin oder der Bewerber sich für Sie entscheidet. Selbstverständlich sollten Sie wissen, welches Gehalt Sie zahlen können. Dazu ist es notwendig, dass Sie vorher die Möglichkeiten auf der Basis Ihrer Praxiszahlen und Ihrer Finanzplanung kalkulieren.

Mitarbeiterführung beginnt mit dem Bewerbungsgespräch

Die wesentlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch sind die richtige Einstellung des Praxisinhabers den Bewerbern gegenüber und seine kommunikativen Fähigkeiten. Diese werden größtenteils durch die Fähigkeiten in der Mitarbeiterführung bestimmt. Da die meisten Praxisinhaber in diesem Bereich nicht professionell ausgebildet sind, kann die Teilnahme an einem Mitarbeiterführungsseminar wesentlich zum Erfolg eines Bewerbungsgesprächs beitragen. Denn Mitarbeiterführung beginnt beim Bewerbungsgespräch!

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